B e r i c h t e



Internationales IBI - Jubiläumswochenende
 
Am Wochenende vom 14. bis 17. August feierte der Verein Internationale Begegnungen Isernhagen (IBI) sein 20-jähriges Bestehen, und mit ihm feierten insgesamt 50 Gäste aus allen drei Partnergemeinden in Frankreich (Épinay-sous-Sénart), England (Peacehaven) und Polen (Suchy Las). "Welch ein Traumwochenende! Viel besser hätte es nicht laufen können", das war die einhellige Auffassung der Organisatoren, die für die IBI-Mitglieder und die Gäste das internationale Wochenende vorbereitet hatten. Isernhagen präsentierte sich an allen Tagen von seiner besten Seite: strahlender Sonnenschein und neben dem IBI-Jubiläum war auch sonst noch viel los. So wurde neben dem Schützenfest noch die 25-jährige Partnerschaft mit Épinay-sous-Sénart und Peacehaven mit den Vertretern der Gemeinden feierlich begangen, und es wurden in Altwarmbüchen die neuen Schulgebäude der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieses Angebot nahm die polnische Reisegruppe gleich nach ihrer Ankunft am Freitag gerne an und ließ sich vom Leiter der Realschule, Jürgen Thies, durch die neuen Räume führen.

Nach einer individuellen Gestaltung des Sonnabendnachmittags durch die Gastgeberfamilien gab es dann am Abend die offizielle Jubiläumsfeier. Die Gemeinde und IBI hatten sich entschlossen, das Doppeljubiläum gemeinsam in einem ansprechenden Rahmen im Isernhagenhof zu begehen. Erfreulich kurze Reden ließen nach dem Büffet viel Zeit für anregende Gespräche und zum Tanz zur Musik einer vielseitigen Band.

Am Sonntag fuhren dann die Gäste und Gastgeber mit zwei Bussen in den Harz. Fast genau 20 Jahre nach der Beseitigung des quer durch den Harz laufenden Todesstreifens besuchten die Gäste sowohl Ziele im Gebiet der ehemaligen DDR als auch in dem früher zur Bundesrepublik gehörenden Oberharz. Zunächst wurden die baulichen Höhepunkte der Stadt Wernigerode mit einer Stadtführung in allen vier Sprachen genossen. Im Anschluss daran gab es ein schmackhaftes Büffet mit Harzer Spezialitäten, die das Hotel "Alt-Wernigeröder Hof" zubereitet hatte. Entlang der Trasse der Harzer Schmalspurbahn ging es dann über Elend unterhalb des Brockens in den Westteil, nach Torfhaus. Dort konnte man sich nach dem Kaffee in einem Nationalparkhaus über die Bedeutung des Nationalparks Harz informieren. Noch reizvoller dürfte jedoch bei dem herrlichen Wetter und der außergewöhnlich guten Fernsicht der Blick auf den Brocken gewesen sein.

Letzter Programmpunkt war am Montagabend die Abschiedsparty im Landrat-Müller-Haus. Dank des unermüdlichen Einsatzes und der Koordination von Irene Hunze und Ingrid Schulz lief auch an diesem Abend mit immerhin 85 Teilnehmern alles rund. Alle wurden ausreichend mit den von den Gastgebern mitgebrachten Leckereien versorgt. Auch an Getränken bestand kein Mangel, zumal die Freunde aus Épinay-sous-Sénart Wein mitgebracht hatten. Die Gäste aus Suchy Las standen dem nicht nach. Sie hatten Bierdosen im Gepäck, türmten diese kunstvoll auf und luden zu einer Bierprobe ein, um die Franzosen, Engländer und Deutschen von der Qualität des in Posen gebrauten Biers zu überzeugen. Nach einem Gruppenfoto aller Gäste und Gastgeber im Garten war dann der Höhepunkt des Abends das gemeinsame Musizieren mit indonesischen Bambus-Anklung-Instrumenten. Unter der Leitung von Christa Böttcher, die diesen Programmpunkt vorbereitet hatte, mussten die jeweiligen Nationalhymnen gespielt und von den Vorsitzenden der Partnervereine identifiziert werden. Dieses Gruppenerlebnis werden sicherlich alle lange in Erinnerung behalten, so wie auch das gesamte Wochenende als gelungenes Treffens - erstmals - aller vier Partnergemeinden in die Annalen eingehen wird.

 
Hermann Reffken